Soziale Medien müssen wieder sozial werden! Kinder und Jugendliche müssen behutsam an die Nutzung sozialer Medien herangeführt werden und sich auch ihrer Risiken bewusst sein. Daher wollen wir für einen geordneten und bewussten Einstieg mit Altersverifikation frühstens ab 14 Jahren sorgen.
Denn Instagram, Tiktok und Co. können spannend, informativ und unterhaltsam sein. Sie ermöglichen politische Teilhabe, neue Formen gesellschaftlicher Mobilisierung, machen demokratische Prozesse transparenter und inklusiver. Aber Soziale Medien haben auch Risiken: Suchtgefahr, Mobbing, sozialer Druck, Hass, Hetze und Falschinformationen.
Soziale Medien müssen wieder das sein, was sie ursprünglich waren: soziale Netzwerke – keine Manipulationsmaschinen.
Dazu Johannes Schätzl, digitalpolitischer Sprecher: „Problematisch ist nicht die Nutzung sozialer Medien an sich, sondern Algorithmen und Geschäftsmodelle, die auf die Maximierung von Aufmerksamkeit ausgerichtet sind. Studien belegen, dass algorithmische Empfehlungssysteme ein erhebliches Suchtpotenzial entfalten. Deshalb brauchen wir klare Plattformpflichten und eine wirksame Begrenzung suchtfördernder Mechanismen. Kinder und Jugendliche haben einen besonderen Schutzbedarf. Wirksamer Schutz setzt eine verpflichtende und datensparsame Altersverifizierung voraus. Schutzregeln dürfen kein unverbindlicher Appell bleiben. Verstöße gegen Schutzpflichten müssen spürbare Konsequenzen haben.“
SPD-Bundestagsabgeordnete und weitere SPD-Politiker:innen schlagen deshalb in einem Impulspapier eine klare, altersgestufte Regelung vor.
- Für Kinder bis 14 Jahre ein vollständiges Verbot der Nutzung von Social-Media-Plattformen.
- Für Jugendliche bis 16 Jahre soll eine verpflichtende Jugendversion der Plattformen gelten, u.a. ohne algorithmisch gesteuerte Feeds oder Empfehlungssysteme, keine personalisierte Inhaltsausspielung, kein automatisches Abspielen von Inhalten.
- Für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene sollen algorithmische Empfehlungssysteme standardmäßig deaktiviert sein (Opt-in-Modell).