"Mit unserem Vorschlag setzen wir uns entschieden für einen wirksamen Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum ein. Soziale Netzwerke haben einen erheblichen Einfluss auf das Aufwachsen junger Menschen. Social-Media-Kanäle können süchtig machen und beinhalten oft Inhalte, die nicht für Kinder geeignet sind.

Deswegen brauchen wir klare Regeln zum Schutz unserer Kinder – dazu gehört, dass wir die Nutzung von Social Media für Kinder unter 14 Jahren grundsätzlich untersagen.

Die Plattformen müssen verpflichtet werden, explizit geeignete Angebote für 14-16-jährige bereitzustellen. Wir brauchen digitale Safe Spaces – ohne suchtgefährdende Algorithmen und ungeeignete Inhalte – wie Hass, Hetze, Desinformation und Gewalt. Dafür müssen die Plattformen verbindlich sorgen. Verstöße gegen Schutzregeln müssen für die Plattformen verbindliche Konsequenzen haben.

Gleichzeitig ist klar: Ein Altersverbot allein reicht nicht aus. Soziale Netzwerke müssen insgesamt wieder sichere und verantwortungsvolle Räume werden. Dafür braucht es strukturelle Veränderungen. Ein zentraler Baustein ist die verpflichtende Verifizierung über die EUDI-Wallet, um sich gegenüber den Plattformen als “echter Mensch” auszuweisen. Das reduziert Mehrfach- und Fake-Accounts, stärkt die Verantwortlichkeit im Netz und schränkt die massenhafte Verbreitung von Bots ein.

Darüber hinaus müssen wir die Logik der Plattformen selbst verändern. Algorithmische Empfehlungssysteme, die Nutzerinnen und Nutzer – Kinder, Jugendliche wie Erwachsene – schier endlos auf den Plattformen halten, dürfen nicht länger der Standard sein. Solche Systeme sollen künftig nur noch auf ausdrücklichen Wunsch aktiviert werden. Damit kehren wir zu einem Social Media zurück, das Menschen verbindet: Inhalte von Freundinnen, Familie und Bekannten statt permanenter Reizüberflutung. Unser Ziel ist es, soziale Netzwerke wieder zu Orten zu machen, an denen sich Menschen sicher fühlen können und an denen Recht und Ordnung gelten."