„Gewalt gegen Frauen ist ein Angriff auf die Gleichberechtigung. Gewalt ist niemals eine Privatsache, gerade im Bereich der häuslichen Gewalt haben wir in Deutschland ein strukturelles Problem. Es ist unsere Aufgabe, Frauen besser vor Gewalt zu schützen und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Am Internationalen Frauentag wollen wir darauf hinweisen, wie sehr Frauen geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt sind – und dass sie davor geschützt werden müssen. 308 Tötungsdelikte an Frauen im Kontext von Partnerschaftsgewalt wurden 2024 verübt. Das eigene Zuhause ist für Frauen häufig der gefährlichste Ort.
Wer bedroht, verfolgt oder misshandelt wird, muss sich auf den Staat verlassen können.
Das Töten einer Frau, weil sie eine Frau ist, müssen wir klar als Femizid benennen, verurteilen und im Strafgesetzbuch verankern. Mit dem Gewaltschutzgesetz, das derzeit im Parlament beraten wird, werden wir mit der Einführung der elektronischen Fußfessel bei Gewalttätern ganz konkret dazu beitragen, dass Frauen besser geschützt sind. Sie kann Leben retten.
Gleichzeitig wissen wir, dass Strafrecht allein nicht ausreicht. Deshalb verbessern wir auch Prävention und Täterarbeit, um Gewalt gegen Frauen nachhaltig zu verhindern.“