Ein großes Versicherungsunternehmen hat kürzlich angekündigt, im Sommer 2015 dieses Geschäft einzustellen. Nun wird es immer schwieriger für Hebammen, die Berufsrisiken abzusichern. Deshalb haben die Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen am 19. Februar im Gesundheitsausschuss auf die Dramatik der Lage aufmerksam gemacht. Sie forderten vom Gesundheitsministerium rasche konkrete Hinweise, wie die Situation entschärft werden könnte.
Die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach berichtete im Ausschuss, Gesundheitsminister Hermann Gröhe (beide CDU) habe am Dienstag ein ausführliches Gespräch mit Vertretern des Hebammenverbandes geführt. Erwogen würden ebenso kurzfristige wie langfristige Lösungen. Jedoch sei hier aufgrund der schwierigen Rechtslage nicht nur das Gesundheitsministerium gefragt, sondern auch andere Häuser. Es müssten „kluge Lösungen“ gefunden werden.
Eine interministerielle Arbeitsgruppe hatte sich im vergangenen Jahr mit der Problematik befasst. Der Abschlussbericht liege inzwischen vor, befinde sich aber noch in der letzten Abstimmung, sagte Fischbach.
Die Abgeordneten im Ausschuss sprachen von einer „massiv zugespitzten Situation“ für die Hebammen. Akuter Handlungsbedarf sei nötig. Es sollen mehr Fakten sowie eine möglichst konkrete Perspektive, wie eine flächendeckende Geburtenhilfe erhalten werden könne, vorgelegt werden.