Elvira Drobinski-Weiß, verbraucherpolitische Sprecherin:
Nach nur 18 Monaten zeigt sich, dass die SPD-Bundestagsfraktion mit der Einführung von Marktwächtern in der digitalen Welt sowie für den Finanzmarkt goldrichtig lag. Erkennen, informieren, handeln – das Konzept der verbraucherorientierten Marktbeobachtung macht strukturelle Missstände auf für Verbraucherinnen und Verbraucher wichtigen Märkten sichtbar. Marktwächter für Lebensmittel, Gesundheit und Energie müssen folgen.
„Anderthalb Jahre nach der Einführung ist klar: Mit den beiden Marktwächtern Finanzen und Digitale Welt ist der Einstieg in das SPD-Marktwächtermodell gelungen. Es hat sich ein Frühwarnnetzwerk gebildet, das strukturelle Missstände zum Beispiel bei der Anlageberatung oder bei Buchungs- und Vergleichsportalen im Internet sichtbar macht. Unter Koordinierung des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) wurden jeweils fünf Verbraucherzentralen als Schwerpunkt-Verbraucherzentralen ausgebaut. Alle Verbraucherzentralen der Länder erfassen Verbraucherbeschwerden systematisch und fungieren als Sensor, der Fehlentwicklungen am Markt schnell und nah an den Verbraucherinnen und Verbrauchern erfasst.
Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverband, hat heute im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz über den Aufbau und die ersten Erfolge in der Arbeit der Marktwächter berichtet. Bisher wurden von November 2015 bis heute fünf Untersuchungen veröffentlicht. Hierbei wurden die Themen Transparenz beim Dispositionskredit, bedarfsgerechte Geldanlage, Streaming-Dienste und Werbung im Grauen Kapitalmarkt unter die Lupe genommen.
Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich dafür ein, Marktwächter auch für Lebensmittel, Gesundheit und Energie aufzubauen.“