Die Sicherheitslage im Nahen Osten hat sich infolge des Bürgerkriegs in Syrien, einem der Nachbarländer des Libanon, verschärft. Unter anderem haben grenzüberschreitende Angriffe auf den Libanon zugenommen. Hinzu kommt, dass das Land inzwischen über eine Million syrische Flüchtlinge aufgenommen hat – mehr als jede andere Nation. Die große Anzahl der Flüchtlinge, die in 400 Zeltsiedlungen im Osten und Norden des Landes leben, stellt den Libanon nicht nur vor eine humanitäre Herausforderung, sondern auch vor eine sicherheitspolitische. Die Mission UNIFIL leistet hier einen wichtigen Beitrag zur Konfliktdeeskalation und zur Stabilisierung des von konfessionellen Konfliktlinien gezeichneten Libanon. Daher wird, so sieht es der Antrag der Bundesregierung (Drs. 18/1417) vor, das Mandat um ein weiteres Jahr verlängert werden. Die SPD-Bundestagsfraktion stimmte dem Antrag nach der abschließenden Debatte zu. Die Fraktion hat, wie die Bundesregierung auch, ein unvermindertes Interesse an einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten, zu dem auch die Verlängerung des Mandats beiträgt.
Der Beitrag der Bundeswehr im Rahmen des Mandats umfasst weiterhin die Sicherung der seeseitigen Grenzen und die Unterstützung der libanesischen Streitkräfte beim Aufbau von maritimen Fähigkeiten zur Kontrolle der Küstengewässer. Ziel ist es, dauerhaft zu verhindern, dass Rüstungsgüter oder sonstiges Wehrmaterial ohne Zustimmung der libanesischen Regierung in den Libanon geliefert werden.