Die von der UNESCO geführte Liste des Welterbes umfasst mehr als tausend Kultur- und Naturdenkmäler in mehr als 160 Ländern. Ein antiker Schatz, den es zu bewahren gilt. In zahlreichen Staaten sind Weltkulturerbestätten jedoch durch Krisen und Naturkatastrophen akut bedroht. Für die Bundestagsfraktionen der CDU/CSU und SPD ist klar: Die internationale Gemeinschaft ist in der Pflicht, den betroffenen Nationen bei der Bewahrung ihres antiken Erbes zu helfen.
2016 jährt sich der Beitritt Deutschlands zum UNESCO-Übereinkommen zum vierzigsten Mal. Zudem übernimmt Deutschland den Vorsitz bei der nächsten Tagung des UNESCO-Welterbekomitees (vom 28. Juni bis 7 Juli 2015 in Bonn). Diesen Anlass nutzt die SPD-Bundestagsfraktion für einen gemeinsamen Antrag mit der CDU/CSU-Fraktion (Drs. 18/5216).
Darin fordern die Koalitionsfraktionen die Bundesregierung unter anderem dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass die UNESCO-Welterbekonvention ein glaubwürdiges und effektives Instrument zum Schutz des Weltkulturerbes bleibt. Als Gastgeber könne sich Deutschland als verlässlicher Partner erweisen.
Außerdem soll die internationale Zusammenarbeit zum Erhalt bedeutenden kulturellen Erbes fortgesetzt und vertieft sowie die Deutsche UNESCO-Kommission in ihrer Beratungs-, Informations- und Bildungsfunktion für das UNESCO-Welterbe in Deutschland unterstützt werden.