In dem Antrag geht es der SPD-Bundestagsfraktion um bessere soziale Rahmenbedingungen eines Studiums jenseits der Seminare und Vorlesungen: um günstiges, studienortnahes Wohnen, gutes und bezahlbares Essen, eine qualifizierte Studienberatung und andere Dienstleistungen.

In den zwischen dem Bund und den Ländern vereinbarten Hochschulpakten zum Ausbau der Studienplätze blieben diese sozialen Aspekte bislang unberücksichtigt. Mit der steigenden Zahl von Studentinnen und Studenten wächst aber auch der Bedarf an einer sozialen Infrastruktur an den Hochschulen.

Um diese sozialen Angebote für Studierende auszubauen, müssen Bund und Länder zusammenarbeiten. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb eine Änderung des Grundgesetzes, um das so genannte Kooperationsverbot in der Bildung aus der Verfassung zu streichen. Außerdem fordern die Sozialdemokraten eine Erhöhung des BAföG und vor allem der Freibeträge, um mehr Studierenden einen Anspruch auf Förderung zu geben.

Bund und Länder sollen einen Hochschulsozialpakt schließen. Dieser soll Vereinbarungen enthalten, um die Kapazitäten der Hochschulgastronomie sowie die Kinderbetreuungsangebote auszubauen, die Lernbedingungen für Menschen mit Behinderung zu verbessern und die Studentenwerke besser auszustatten.