Koloniale Geschichte wirkt bis heute fort – sie prägt Bilder, Begriffe und grenzt aus. Lange wurde das koloniale Unrecht, das von Deutschen, deutschen Vorgängerstaaten und Institutionen begangen wurde, verdrängt. In unserem Positionspapier wollen wir diesem nun Raum in der Erinnerungskultur geben, als Teil der Bundeskulturförderung. Zu unseren zentralen Forderungen gehört dabei ein „vernetztes Gedächtnis“: ein zentraler Lern- und Erinnerungsort, der Orientierung bietet gleichzeitig wollen wir Museen, Bildungseinrichtungen und lokale Initiativen sowie Erinnerungsorte in Länder und Kommunen stärken. Beschleunigen wollen wir die Rückgabe von Kulturgütern und menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten.

Wir wollen eine Aufarbeitung, die historische Verantwortung übernimmt, Wissenslücken schließt und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Eine glaubwürdige Aufarbeitung ist auch eine wichtige Voraussetzung für partnerschaftliche internationale Beziehungen.