„Die Union hat jahrzehntelang behauptet, die Bundesrepublik sei kein Einwanderungsland. Diese Position ist längst nicht mehr zu halten. Doch manche Unionspolitiker haben Probleme, ihre eingeübte Rhetorik in dieser Frage zu ändern.
Nun wird von der CDU/CSU bei diesem Thema ein schleichender Wechsel vollzogen. Die einen reden von Begrüßungskultur, andere immer noch von Sozialbetrug. Das irritiert und verunsichert viele Menschen.
Dabei ist Einwanderungspolitik vermutlich das wichtigste Thema des kommenden Jahrzehnts. Wir müssen damit viel offensiver umgehen. Ohne die Binnenwanderung von vielen europäischen Facharbeitern nach Deutschland hätten wir heute in der Bundesrepublik kein Wachstum und auch keine Überschüsse in den Sozialkassen.
Die Freizügigkeit in der EU ist für uns Deutsche - auch ökonomisch - ein großes Glück.“