„Die jüngsten und sehr besorgniserregenden Ereignisse in der Region Nord- und Ostsyrien markieren einen kritischen Punkt für die weitere Entwicklung in Syrien. Es bedarf dringend einer Deeskalation, des Schutzes der Zivilbevölkerung und der Aufklärung der Vorwürfe zu Gewalt gegen Zivilistinnen und Zivilisten sowie gegen die zivile Infrastruktur. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Straffreiheit darf es nicht geben.
Der multiethnische und multireligiöse Staat Syrien wird nur durch die politische Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen dauerhafte Stabilität erreichen. Und ein inklusiver politischer Prozess in Syrien bildet die Grundlage für soziale Sicherheit und die Achtung der Menschenrechte.
Die Europäische Union verfügt über erhebliches politisches Gewicht. Dieses muss jetzt genutzt werden. Es geht um die Menschen in Nord- und Ostsyrien, in Suweida, es geht um die Kurden, die Jesiden, die Alewiten, es geht um ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben aller in Syrien. Wir brauchen eine geschlossene europäische Antwort, um Syrien zu stabilisieren.“