„Die von der bayrischen Landesregierung ausgestoßenen Drohungen mit eigenen Maßnahmen gegen Flüchtlinge und gar einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht sind unerträglich und ein Affront gegen die Bundeskanzlerin. Sie sind darüber hinaus ein Schlag ins Gesicht der so vielen Menschen in Bayern, die ein überwältigendes Maß an Hilfsbereitschaft gezeigt haben.

Auch die bayrische Landesregierung ist an die gemeinsam beschlossenen Maßnahmen gebunden und kann Flüchtlinge nicht einfach weiterschicken oder abweisen.

Es gibt keine einfachen Lösungen in der Flüchtlingskrise, schon gar nicht Zäune oder Schlagbäume. Vielmehr sind wir mehr denn je auf ein europäisches Miteinander und ein gemeinsames Handeln mit unseren Nachbarn angewiesen.

Die Bundeskanzlerin muss jetzt dafür sorgen, dass die beschlossenen Maßnahmen rasch umgesetzt werden, um wirken zu können. Hier steht sie im Wort.“