Wir begrüßen die Entschließung zur Einrichtung eines Nanoprodukt-Registers. Damit stärkt der Bundesrat die Position der Verbraucherinnen und Verbraucher. Bereits Ende 2011 hatte die SPD die Bundesregierung aufgefordert, auf EU-Ebene für die sofortige Einrichtung eines Nanoprodukt-Registers aktiv zu werden. Parallel dazu sollte ein nationales Nanoprodukt-Register erarbeitet werden. Doch Schwarz-Gelb blieb untätig.

Während dessen erhalten Nanotechnologien Einzug in immer mehr verbrauchernahen Produkten wie Kosmetika, Lacke, Textilien. Jedoch sind bisher weder Verbraucherinnen und Verbraucher noch Behörden ausreichend informiert, wo genau Nanopartikel enthalten sind. Zwar sind Kosmetika inzwischen kennzeichnungspflichtig und bei Lebensmitteln muss eine Kennzeichnung ab Ende 2014 erfolgen. Aber Produkte wie Lebensmittelverpackungen, Wasch- und Haushaltsmittel sowie Textilien können nach wie vor ohne einen Hinweis auf Nanomaterial auf den Markt gebracht werden.

Doch nur Transparenz schafft Vertrauen. Das Produkt-Register ist der Grundstein für dieses Vertrauen. Das ist gut für die Verbraucherinnen und Verbraucher – und für die Akzeptanz der Nanotechnologie und eine verantwortungsvolle Nutzung und Weiterentwicklung.