Im Jahr 2007 wurde der entwicklungspolitische Freiwilligendienst „Weltwärts“ durch das damals SPD-geführte BMZ ins Leben gerufen. So erhielten seit dem Jahr 2008 insgesamt 10.179 junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren die Möglichkeit, einen Freiwilligendienst im Ausland zu absolvieren. Dabei erhöhte sich die Zahl der Freiwilligen von Jahr zu Jahr.

Seitens des BMZ wurden für „Weltwärts“ in den Jahren 2008 bis 2010 insgesamt 84 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Für das Jahr 2010 sollten die finanziellen Ressourcen im Vergleich zu den Vorjahren weiter erhöht werden. Trotz steigender Zahl der Bewerbungen stellte die Bundesregierung statt einer veranschlagten Summe von 40 Millionen jedoch nur 29 Millionen Euro bereit. Aufgrund der deutlich gestiegenen Zahl Freiwilliger mussten die Entsendeorganisationen selbst mehr Eigenmittel einsetzen, um die Nachfrage zu decken.

Auch im Haushaltsjahr 2011 stellte die Bundesregierung lediglich 30 Mio. Euro zur Verfügung. Dies schränkte trotz weiter wachsender Nachfrage die finanzielle Entsendekapazität der Organisationen erneut stark ein. Dadurch sank die Zahl der Freiwilligen. Auch für 2012 ist von der Bundesregierung wieder zu wenig Geld eingeplant, um die interessierten jungen Menschen zu entsenden.

„Weltwärts“ leistet einen wichtigen Beitrag zur entwicklungspolitischen Bildung, und deshalb fordert die SPD-Fraktion in ihrem  Antrag, dass im Haushaltsjahr 2012 mehr finanzielle Mittel durch Umschichtungen im Etat zur Verfügung gestellt werden, um der stetig wachsenden Bewerberzahl gerecht zu werden. Für das Jahr 2013 fordert die SPD-Fraktion die Bundesregierung auf, die durch das BMZ veranschlagte Mittelerhöhung auf 70 Millionen Euro zu erhöhen. Das ist notwendig, um die Entsendeorganisationen zu entlasten. Auch eine langfristige Finanzierung des Dienstes muss in Aussicht gestellt werden, damit Planungssicherheit gewährleistet werden kann.