"Der Bundesregierung fällt zu den Enthüllungen über die Steueroasen und die massiven Steuerhinterziehungen nichts anderes ein, als die beteiligten Journalisten zur Herausgabe der relevanten Daten aufzufordern.

Union und FDP haben das Thema faktisch verschlafen und die europäischen Bemühungen um verbesserte Instrumente gegen die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung mit ihrem unseligen deutsch-schweizerischen Steuerabkommen sogar behindert.

Der Bundesfinanzminister soll nicht schwadronieren, sondern einen konkreten Aktionsplan vorlegen. Dazu gehört, dass endlich das sogenannte Bankgeheimnis beseitigt wird, das Union und FDP seit Jahrzehnten mit Zähnen und Klauen verteidigt haben.

Solange Schäuble so tut, als gäbe es keine nationalen Maßnahmen, schützt er die Steuerhinterzieher und Steuervermeider", erklärte SPD-Fraktionsvize Joachim Poß.