"Die Bundesregierung hat zwar endlich auf den massiven öffentlichen Druck reagiert und eine Begrenzung von Managergehältern im Kabinett beschlossen.
Die jetzt vorgelegte Regelung ist blutleer und nicht mehr als ein Ablenkungsmanöver.
Alleine der Vorschlag, die Höhe der Bezüge nicht vom Aufsichtsrat, sondern von der Hauptversammlung festlegen zu lassen, zeigt, dass man es nicht ernst meint. In den Hauptversammlungen haben in der Regel diejenigen die Mehrheit, die dieses asoziale Boni-System gar nicht ändern wollen.
Die SPD will, dass der Aufsichtsrat künftig klare Obergrenzen für Managergehälter definiert. Die Vegütung muss sich stärker am Gemeinwohl und an einer vertretbaren Relation zum durchschnittlichen Gehalt der Arbeitnehmer zu orientieren. Gleichzeitig muss die steuerliche Abzugsfähigkeit von Gehältern und Abfindungen als Betriebsausgaben eingeschränkt werden. Einen entsprechenden Antrag werden wir nächste Woche einbringen. Die Absahnermentalität muss endlich ein Ende haben."