Die beiden Jahresberichte befassen sich mit den Aktivitäten der EU, zum Beispiel im Rahmen der Beziehungen zu anderen Ländern oder auch mit praktischen Maßnahmen vor Ort. Zugleich dienen sie als Richtschnur für die zukünftige Arbeit der EU.
Der Bericht der Koalitionsfraktionen geht dabei auch auf die Rolle der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, der Britin Catherine Ashton, ein. So würdigt der Deutsche Bundestag ihr Engagement, in dem sie „die Menschenrechtsfragen mit den strategischen Partnern der EU sowie mit Nachbar- und Transformationsländern erörtert hat“. Unter anderem hebt die Beschlussempfehlung hervor, dass durch ihren Einsatz der Menschenrechtsdialog mit Myanmar/Birma aufgenommen werden konnte.
Zudem begrüßt der Beschluss die Entschlossenheit der EU, sich künftig noch mehr für die Meinungsfreiheit, einschließlich Medienfreiheit einsetzen zu wollen. Darüber hinaus unterstützt auch die SPD-Bundestagsfraktion die EU bei ihrer Strategie zur Bekämpfung des Menschenhandels. Dieses Thema ist vor allem auch in Europa relevant, wie es der Bericht für das Jahr 2013 zeigt: 61 Prozent der Opfer von Menschenhandel stammten aus Ländern innerhalb der EU. Die große Mehrheit der Betroffenen, nämlich 80 Prozent, waren Frauen und Mädchen.
Die Beschlussempfehlung (Drs. 18/2866), die am Donnerstag mit den Stimmen der SPD-Fraktion mehrheitlich angenommen wurde, beinhaltet aber auch konkrete Forderungen an die EU: So soll die Menschenrechtslage bei allen tatsächlichen und potenziellen EU-Beitrittskandidaten mit größter Aufmerksamkeit verfolgt werden, und die EU müsse mit Nachdruck auf die Einhaltung der Menschenrechte in diesen Ländern drängen.