Die Menschen ändern sich, aber die Arbeitswelt nicht. Oder zumindest nicht schnell genug. Denn eines ist klar: Die alte Gleichung geht nicht mehr auf. Auf der einen Seite: Viele Männer, die weniger, und viele Frauen, die mehr arbeiten möchten. Frauen, die Karriere machen, und Männer, die auch mal beruflich aussetzen wollen. Männer und Frauen, die mehr Zeit für Familie, Freunde und Freizeit fordern. Auf der anderen Seite: Vollzeitkarrieren, Überstundenrekorde, normierte Lebensläufe, Präsenzkultur und Verfügbarkeitskult am Arbeitsplatz.
In ihrem Artikel „Why Women Still Can’t Have It All“ hat die Politikberaterin Anne-Marie Slaughter ehrlich beschrieben, warum der Spagat zwischen Top-Job hier und pubertierenden Söhnen dort nicht funktioniert. Sie hat damit die Debatte über eine andere Arbeitswelt neu angefacht: Männer und Frauen auf der ganzen Welt diskutieren seitdem online und offline darüber, ob sie „alles haben können“. Ein Leben, in das Arbeit und Familie, Karriere und Freizeit hinein passen und vielleicht sogar miteinander harmonieren.
Wir wollen gemeinsam mit Ihnen diskutieren, wie eine neue Arbeitswelt aussehen könnte und was sich dafür ändern muss.Auf der Beteiligungsplattform der Fraktion möchten wir dazu Ihre Ideen und Vorschläge sammeln. Diese nutzen wir zur Vorbereitung der Diskussion "Fraktion kontrovers" am 18. März. Dort moderiert der Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier ein Gespräch zwischen der Professorin Anne-Marie Slaughter und Ursula Schwarzenbart, Leiterin des Global Diversity Office bei der Daimler AG.
Folgende Fragen möchten wir online vorab mit Ihnen diskutieren:
- Können Frauen immer noch nicht alles haben - beruflichen Erfolg UND ein erfülltes Familienleben?
- Wie muss eine neue Arbeitswelt aussehen, damit wir neben dem Arbeiten auch noch Zeit für Familie, Ehrenamt, Weiterbildung, Freizeit haben?
Um mitzumachen melden Sie sich einfach auf unserer Beteiligungsplattform an und stellen Sie Ihre Ideen für eine neue Arbeitswelt dort ein. Sie können Ihre Beiträge bis zum 14. März online einstellen. Danach werten wir sie für die Veranstaltung aus. Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Ihnen und Ihre Vorschläge.
Der Dialog ist offen für alle: Laden Sie andere Interessierte ein und teilen Sie ihre Vorschläge in den sozialen Netzwerken. Das Hashtag für die Debatte bei Twitter lautet #spddebatte.
Sie können sich jetzt zu der Veranstaltung anmelden oder sie am 18. März im Livestream verfolgen.