"Es ist ein ebenso durchsichtiges wie dreistes Ablenkungsmanöver, wenn die CSU-Landesgruppenvorsitzende der SPD mangelnde Verlässlichkeit in der Großen Koalition vorwirft. Den unionsinternen Streit wird sie hiermit aber nicht übertünchen können. Zur Erinnerung: Es ist die CSU, die die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin laufend hintertreibt und ihr sogar mit einer Verfassungsklage droht. Man muss sich hierzu nur die demütigende Behandlung der Bundeskanzlerin durch Horst Seehofer beim CSU-Parteitag vor Augen führen.

Im Übrigen werden wir uns von diesen Anwürfen nicht beirren lassen und weiter an der Umsetzung des Koalitionsvertrags zum Wohle der Menschen arbeiten. Die SPD-Fraktion ist der Motor der Großen Koalition. Der von uns gegen alle Widerstände durchgesetzte Mindestlohn bringt konkrete Verbesserungen für Millionen Arbeitnehmer, ohne dass die angedrohten Horrorszenarien eingetreten wären.

Mit der gleichen Ruhe und Konsequenz werden wir jetzt dem Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit einen Riegel vorschieben - genau so, wie wir es im Koalitionsvertrag festgelegt haben, der im Übrigen auch die Unterschrift der CSU trägt."