"Nach dem heutigen Gespräch ist klar: Frau Merkel wird Herrn Samaras und den Griechen entgegenkommen.

Natürlich arbeitet die Bundesregierung bereits im Hintergrund an einem Konsens mit der griechischen Regierung.

Frau Merkel weiß ganz genau, dass die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands oder ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone Szenarien sind, die eigentlich mit allen Anstrengungen auf allen Seiten verhindert werden müssen.
Die Troika muss jetzt – unbeeindruckt von anti-griechischen Ressentiments – analysieren, was Griechenland auf absehbare Zeit an Haushaltskonsolidierung und Reformanstrengungen leisten kann, ohne dass die griechische Wirtschaft und Gesellschaft auseinanderfliegen.

Auch ich gehe wie Frau Merkel davon aus, dass die griechische Regierung eine zielführende und glaubwürdige Reform- und Konsolidierungsperspektive anbieten wird – und die Hilfe der europäischen Partner für Griechenland fortgesetzt werden kann.

Die Kanzlerin muss aber jetzt in ihren eigenen Reihen für Klarheit sorgen. Die Arbeitsteilung 'Merkel als Biederfrau und Kauder / Brüderle als Brandstifter' taugt nicht zur Lösung der schwierigen Problematik im Euro-Raum."