Sanae Abdi, entwicklungspolitische Sprecherin:

„Der Internationale Frauentag erinnert uns jedes Jahr daran, dass nachhaltige globale Entwicklung ohne Geschlechtergerechtigkeit nicht möglich ist. Frauen und Mädchen sind zentrale Kräfte für gesellschaftlichen Wandel. Dennoch werden ihre Rechte in vielen Teilen der Welt beschnitten, besonders deutlich sehen wir das aktuell zum Beispiel im Iran. Der Widerstand und die Stärke der Frauen dort erinnern uns daran, dass Frieden und Freiheit ohne die Rechte von Frauen nicht existieren können. Besonders in der Entwicklungszusammenarbeit zeigt sich: Investitionen in die Rechte und die gesellschaftliche, politische Teilhabe von Frauen sind Investitionen in Frieden und Stabilität.“

Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin:

„Weltweit stehen die Rechte von Frauen und Mädchen stark unter Druck. In vielen Ländern geraten hart erkämpfte Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte ins Wanken. Kriege und Unterdrückung treffen Frauen weltweit besonders hart. Häufig sind sie die ersten, die Sicherheit, Rechte und Teilhabe verlieren. Für Millionen Frauen ist Gleichberechtigung keine abstrakte Forderung, sondern eine tägliche Überlebensfrage.

Besonders sichtbar wird der Kampf um Selbstbestimmung derzeit im Iran, dort riskieren Frauen ihre Freiheit oder ihr Leben, wenn sie für ihre grundlegenden Rechte eintreten. Ihnen gilt am Internationalen Frauentag unsere besondere Anerkennung und Solidarität.

Die Lage der Frauen ist ein Seismograf für den Zustand unserer Welt: Wo Frauenrechte erschüttert werden, geraten auch Demokratie und Frieden ins Wanken. Eine Welt, in der Frauen und Männer die gleichen Rechte haben, ist nicht nur gerechter, sondern auch stabiler.“