Elvira Drobinski-Weiß, stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft:

Die SPD will den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung verschärfen. Angesichts von Millionen hungernder Menschen in den armen Ländern dieser Welt ist die Verschwendung von fast 20 Millionen Tonnen genießbarer Lebensmittel in Deutschland unerträglich.

„Jedes Jahr am 16. Oktober macht uns der Welternährungstag darauf aufmerksam, wie viele Menschen in der Welt weiterhin hungern. Noch heute gibt es 795 Millionen Menschen auf der Welt, die nicht genug zu essen haben.

In den Industrieländern hingegen produzieren wir so viele Lebensmittel so billig, dass ein großer Teil davon einfach in die Mülltonne wandert.  Dieser Umgang mit wertwollen Ressourcen ist ethisch inakzeptabel und trägt global zu Hunger bei, denn landwirtschaftliche Nutzflächen sind schon heute knapp.

In den Haushaltsverhandlungen konnte sich die SPD erfolgreich dafür einsetzen, dass sich die Kampagne „Zu-gut-für-die-Tonne“ gegen Lebensmittelverschwendung  künftig nicht mehr nur an Verbraucherinnen und Verbraucher richtet, sondern Landwirtschaft, Handel, Industrie und Gastronomie einbindet. Denn dort findet 60 Prozent der Lebensmittelverschwendung statt. Ein solches Gesamtkonzept gegen die Lebensmittelverschwendung war also dringend notwendig.

Darüber hinaus wollen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten endlich konkrete Zielvorgaben und Maßnahmen zur Reduktion der Lebensmittelverschwendung entwickeln. Damit würde Deutschland auch ein wichtiges Signal zur Umsetzung der neuen UN-Nachhaltigkeitsziele senden. Die internationale Staatengemeinschaft hat sich verpflichtet, bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren.“