Stefan Rebmann, entwicklungspolitischer Sprecher:
Am 1. Mai gehen weltweit Arbeiterinnen und Arbeiter auf die Straße, um für ihre Rechte zu demonstrieren. Durch die Globalisierung sind die Fragen nach internationaler Gerechtigkeit und menschenwürdiger Arbeit noch drängender geworden.
„Weltweit nehmen unsichere Arbeitsverhältnisse und Ungleichheit zu. Studien der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zeigen, dass drei von vier Arbeiterinnen und Arbeitern unter prekären Bedingungen arbeiten müssen. Gerade in Entwicklungsländern arbeiten besonders viele Menschen ohne Verträge, unter gesundheitsschädlichen Bedingungen und zu Hungerlöhnen.
Die SPD-Bundestagsfraktion fordert daher, menschenunwürdige und prekäre Arbeit entlang der internationalen Lieferketten zu verhindern. Die Einhaltung von Sozial- und Menschenrechtsstandards muss nicht nur verbindlich, sondern auch sanktionierbar sein. Das heißt, multinationale Unternehmen müssen auch für Menschenrechtsverletzungen entlang ihrer Lieferketten verantwortlich gemacht werden können.
Weil immer mehr Arbeitsplätze von globalen Wirtschaftsketten abhängig sind, gehen wir für existenzsichernde Löhne und die Gewährung von Arbeitnehmerrechten am 1. Mai auf die Straße.“