Gabriele Hiller-Ohm, tourismuspolitische Sprecherin;
Frank Junge, zuständiger Berichterstatter:

Die zehnte Parlamentarische Fahrradtour hat ein starkes Signal für Radfahren und damit auch den Fahrradtourismus gesetzt. Fast 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Abgeordnete, im Bundestag Beschäftigte und weitere Radinteressierte – radelten jetzt durch Berlin und warben für das Fahrrad als umweltfreundliches und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel.

„Mit der Beteiligung an der Parlamentarischen Fahrradtour heben insbesondere die Tourismuspolitikerinnen und -politiker der SPD-Bundestagsfraktion die Bedeutung des Fahrradtourismus hervor – eine Urlaubsform, die die Umwelt schont und Gesundheit und Wohlbefinden stärkt. Wir wollen den Fahrradtourismus und den Radverkehr in Deutschland weiter stärken. Dazu ist eine gute Infrastruktur unerlässlich. Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich bereits erfolgreich für mehr Bundesmittel für Radwege stark gemacht. Mit dem diesjährigen Haushalt stellt der Bund 90 Millionen Euro für den Radwegeausbau bereit – das sind 50 Prozent mehr als 2013. Radwege an Flüssen und Kanälen mitten in der Natur laden besonders zum Radfahren ein. Wir unterstützen die Kommunen beim fahrradtauglichen Ausbau von bisher bundeseigenen Betriebswegen an Bundeswasserstraßen mit einer 50-prozentigen Bundesförderung, wenn die Kommunen diese Radwege anschließend in eigene Trägerschaft übernehmen.

Radurlaub ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit weiterem Potenzial: Der Deutsche Tourismusverband rechnete dem Fahrradtourismus in Deutschland schon 2009 einen Jahresumsatz von rund 5,3 Milliarden Euro zu, unter Einbeziehung der Ausgaben für Fahrräder, Zubehör und Radwegebau sogar 9,4 Milliarden Euro. Um den Radtourismus weiter anzukurbeln, ist neben dem Radwegeausbau eine verbesserte Fahrradmitnahme in der Bahn, insbesondere in den ICE-Nachfolgezügen, notwendig.“