Seit Jahren muss jedoch festgestellt werden, dass der Medienmarkt zu wenig transparent ist, nachdem die Bundesregierung 1996 die Pressestatistik des Statistischen Bundesamts ausgesetzt hat. Um dieses Informationsdefizit zu beheben, hat der Deutsche Bundestag auf Initiative der Fraktionen der SPD und Grünen 2009 die Errichtung einer Mediendatenbank beschlossen und entsprechende Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt. Diese Mediendatenbank soll belastbare Daten zu den Angebots- und Anbieterstrukturen im Pressemarkt zur Verfügung stellen.
Bisher wurde die Mediendatenbank der Öffentlichkeit jedoch nicht zugänglich gemacht. Deshalb fordern die Fraktionen von SPD und Grünen in ihrem Antrag „Instrumente zur Förderung der Medienvielfalt auf solide Datenbasis stellen“ die für die Mediendatenbank erstellten Gutachten zu veröffentlichen und die Mediendaten für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. Dadurch soll auch erreicht werden, dass weitreichende Änderungen des Pressefusionsrecht auf eine belastbare Datengrundlage gestellt werden.
Die Errichtung einer Mediendatenbank geht zurück auf eine Initiative von Sozialdemokraten und Grünen. Nun fordern die Fraktionen gemeinsam deren Veröffentlichung, um eine nötige Transparenz auf dem deutschen Pressemarkt herzustellen.