"Die Zahlen vom Statistischen Bundesamt zeigen, dass es bislang immer noch kein EU-Land gibt, in dem das Verhältnis zwischen Männern und Frauen in den Führungsetagen ausgeglichen ist. Besonders beschämend ist, dass Deutschland nach wie vor im letzten Drittel rangiert.

Vollkommen richtig ist es also, dass die EU-Kommissarin Viviane Reding ihren Vorschlag einer 40-Prozent-Quote durchgesetzt und die Kommission den entsprechenden  Gesetzentwurf beschlossen hat. Vollkommen richtig liegen auch der Bundesrat und die SPD-Bundestagsfraktion mit der Forderung nach Einführung einer gesetzlichen Quote für Frauen in Führungspositionen.

Nur die schwarz-gelbe Regierung ignoriert stur die Tatsache, dass die Führungspositionen trotz aller Diskussionen um Geschlechterrollen in der Wirtschaft fest in Männerhand sind. Kanzlerin Merkel, Ministerin Schröder und Co dürfen nicht länger die Augen vor der Realität verschließen. Sie müssen ihre Blockadehaltung aufgeben. An einer gesetzlichen Quote von 40 Prozent auch in deutschen Aufsichtsräten führt kein Weg vorbei. "